Ursula Rumin - Autorin
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Ursula Rumin Autorin
URSULA RUMIN, Journalistin, Redakteurin/ Fernsehen und Autorin zahlreicher Veröffent-
lichungen, wurde 1923 in Schlesien geboren.
Nach dem Krieg kam sie nach Berlin, machte
ein Volontariat bei Ullstein und arbeitete als Drehbuchautorin, u.a. auch bei der ostzonalen DEFA.

Im Herbst 1952 wurde sie von West- nach Ost-Berlin gelockt und vom russischen Geheimdienst verhaftet. Ein sowjetisches Militärtribunal verurteilte sie wegen angeblicher Spionage und „konspirativer Zusammenarbeit mit dem Feind“ zu 15 Jahren Zwangsarbeit.

Ursula Rumin heute
Ursula Rumin heute
Nach Aufenthalten in Ost-Berliner und in russischen Gefängnissen wurde sie ins Strafgebiet von Workuta am Eismeer am nördlichen Polarkreis transportiert. Es folgte eine Zeit der Entbehrungen, Demütigungen und schwerster Arbeit bei Minustemperaturen bis 60 Grad. Sie arbeitete unter unmenschlichen Bedingungen als Holz- und Schachtarbeiterin, in der Ziegelei und als Streckenarbeiterin in der Tundra.

Heimkehr aus Workuta
Heimkehr aus Sibiren 1954

Anfang 1954 kehrte Ursula Rumin durch eine Amnestie nach Berlin zurück. Sie heiratete den Arzt und ebenfalls Heimkehrer Joseph Scholmer, dessen Buch „Die Toten kehren zurück“ im Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, erschien.

Seit dem Mauerbau in Berlin 1961 lebt sie in Köln, arbeitete beim Westdeutschen Rundfunk und bei der Deutschen Welle. Als Redakteurin und Leiterin der Frauen-Redaktion entwickelte sie für den Bereich Fernsehen ein erfolgreiches Programm für Frauen in der Dritten Welt. Für ihr Engagement erhielt sie als erste Frau der DW den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Nach ihrer Pensionierung hat Ursula Rumin es sich zur Aufgabe gemacht, über ihr Leben und die Hafterlebnisse zu reden und zu schreiben. Die Presse veröffentlichte ihre Artikel, der WDR und Deutschlandfunk strahlten ihr Hörspiel „Weinen verboten“ aus, es gab Lesungen, Gespräche und Auftritte in Funk und Fernsehen (3SAT, WDR, MDR.)

Die TV-Dokumentationen mit dem Titel „Workuta – Deutsche in Stalins Lagern“ und „Eiszeit“, in denen sie mitwirkte, berichteten über die Zeit ihrer russischen Gefangenschaft. Die Filmaufnahmen dafür führten sie nochmals nach Moskau und Workuta am Eismeer. Nach ihren Aufzeichnungen wurde von einer Berliner Filmproduktion die Dokumentation mit dem Titel „Ursula R. – Ein Frauenschicksal im Kalten Krieg“ gedreht.
Ursula Rumin 1974
Ursula Rumin 1974
Nach ihrem dokumentarischen Roman „Die Hölle um uns“ liegt ein Drehbuch für einen dokumentarischen Spielfilm vor, der als zentrales Thema den Aufstand der Häftlinge in den Zwangsarbeitslagern Russlands zum Inhalt hat.

Nach 49 Jahren wurde Ursula Rumin im Januar 2001 von der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation/ Militärhauptstaatsanwaltschaft, Moskau, Leiter der Abteilung Rehabilitierung ausländischer Staatsangehöriger, A. W. Tschitschuga, rehabilitiert.

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